Aktuelles der Schweizer Karl-May-Freunde
   
Laufend das Aktuellste aus der Schweiz auf http://sammlerfreak.jimdo.com/

Diese Seite wurde am 21. August 2017 aktualisiert.

Engelbert 
  
Premiere und Uraufführung Winnetou I in Engelberg (pdf)
 
Winnetou in Engelberg – etwas hinter die Bühne geschaut (pdf)
 
Winnetous Pueblo steht nun in Engelberg (pdf)

Engelberg – Spielort 2017 für Winnetou I (pdf)

Medieninformation am 9. Feb. 2017 (pdf)
 
Winnetou reitet in Engelberg (pdf)
 

 
Literaturgattungen
Referat von Elmar Elbs (Flyer) (pdf)
 

 
Leseung
Jean-Marc Birkholz liest aus Winnetou I (pdf)
 

 
Tagung 2015
Erinnerungen an den 23. Kongress der Karl-May-Gesellschaft in Bamberg (pdf)
 

HOT Besuch
Modernisiert – aktualisiert
Karl-May-Haus-Museum im IT-Zeitalter angekommen (pdf)
›Das Buschgespenst‹ in Zwönitz hautnah erlebt!
Erlebnisbericht von Elmar Elbs (pdf)
   

   

     
 


Bildbericht Veranstaltungen 2014

 
     

     

Spannendes
Karl-May-Wochenende
in Wien und Mönchhof


Tagungsbericht

Sofiensaal in Wien, wo Karl May 1912 sprach

 

 

Fotos: Gabi Steinel, Nürnberg

     
Liebe Freundinnen und Freunde von unserem Karl May

Zum dritten Mal fand das Wiener-Karl-May-Wochenende im IBIS-Hotel in Wien statt.
Daran nahmen nebst vielen Freunden und Freundinnen aus Österreich, Karl May-Fans aus Deutschland und Markus und ich mit unseren Frauen aus der Schweiz daran teil.
Es war ein wunderbares und harmonisches Freundschaftstreffen mit interessanten Referaten und geselligen Anlässen. Darüber ist in meinem PDF-Bericht zu lesen.

Als Ergänzung könnt Ihr einen weiteren Bericht des Nürnberger Freundes Helmut Moritz lesen und dazu die Bildergalerie mit vielen Eindrücken der Fotografin Gabi Steinel anschauen.
http://www.karl-may-franken.de/aktivitaeten/Wien_2014.html
     

     

Karl-May-Bote Nummer 3

       
Zum Abschluss des 20.Jubiläumsjahres gibt es den Schweizer Karl-May-Bote Nummer 3
Er beinhaltet auf 28 Farbseiten wichtigste Veranstaltungen eines jeden Jahres und auf 24 Seiten eine tabellarische Auflistung aller Aktivitäten des Freundeskreises in den vergangenen 20 Jahren.
Die erste Auflage von 70 Stück ist bereits vergriffen. Bei genügender Nachfrage gibt es eine 2. Auflage, Preis ca. Fr/Euro 20.-
 

Liebe Freunde und Freundinnen von Karl May

Der Tod hat am Sonntag, 7.Oktober 2012 plötzlich und unangemeldet unseren lieben Freund Willi Olbrich aus unserer Mitte weggenommen. Seine Stimme ist verstummt, die Mundharmonika erklingt nicht mehr mit Martin Böttchers Winnetou-Melodie.
     Als ob er es spürte, war er am 1. September 2012 wieder mal in mitten einer grossen Freundesschar bei Peter Züllig in Bubikon zu Gast. Dessen Thema war schicksalhaft auch für Willi passend "Ein Haus voll Karl May - über das Sammeln, Bewahren und Weggeben".
     Seine Besuche waren, bedingt wegen seiner bettlägerigen Frau Ruth, selten. Um im Jahr einmal auch ein paar Ferientage zu geniessen, weilte er im September unter 54 Karl-May-Freundinnen und Freunden in Wien und schenkte den Anwesenden einen schönen Vortrag über "Die Mode zu Karl Mays Zeit".
     Willi hatte immer wieder ein Faible für ganz besondere Themen. So die Nachforschung eines Familienzweiges von Karl May, den Hoppes in der Schweiz oder dann eben seine ganz speziellen Hörspiele, beginnend mit "Die Taschenuhr des Anderen" und endend gleichsam als letztes Testament mit dem Hörstück “Winnetous letzter Zweikampf”. Willi Olbrich war ein guter Texteverfasser. Er freute sich über diese letzte Publikation ganz besonders die ihm Freundin Meike Anders ermöglichte. Das DVD-Cover ist von Torsten Hermann, im Gedenkbild ersichtlich, das Originalbild ist in seinem Besitze.
     Die Gemeinschaftsausstellung im Sommer 2012 in Fribourg i. Ü.(CH) zeigte einen vielseitigen Sammler und Kenner von Kolportage und Comics. Daneben steuerte er wunderschönste Bücher mit Werken von Karl May bei, die die hervorragende Druckkunst von 1900 offenbarte.
     Willi Olbrich ist 1999 dem Schweizer-Karl-May-Freundeskreis beigetreten. 2001 machte er am 16. KMG-Kongress in Luzern mit und freute sich über das Erscheinen seines initiierten Buches “Auf Karl Mays Fährte". Auf dieses Buch, verlegt im befreundeten Karl-May-Verlag in Bamberg, war er ganz besonders "stolz".
Es folgten jährlich diverse Forschungsaufsätze.
     Willi war ein sehr geselliger Mensch, immer nach Harmonie trachtend. Die Freundschaftspflege kam besonders auch in seinen Reisen mit Freunden im Lande Winnetous oder eben auch in seinen Auftritten als Karl May in dessen Heimat zum Ausdruck.
     Seine spezielle Liebe und sein Engagement und Werbung galt den Jugendlichen die leider immer weniger die Werke des Maysters liest.
     Wie weiland Karl May vor 100 Jahren in Wien sein letztes Referat hielt, so erging es nun Willi. Er starb kurz nach seiner Wien-Reise. Seine Identifikation von Karl May, mit viel Liebe gelebt, erhielt somit seinen letzten Höhenflug.
     Wir Schweizer Karl-May-Freunde, über alle Grenzen hinweg, danken für dessen Freundschaft und werden Willi Olbrich in steter, liebevoller Erinnerung behalten.

Elmar Elbs, Leiter und engster Freund, Luzern am 9. Oktober 2012

Gleichsam als Vermächtnis hinterließ unser Schweizer Karl-May-Freund Willi Olbrich ein wunderbares symbolreiches Hörstück ›Winnetous letzter Zweikampf‹.
Bestellungen nimmt die Produzentin Meike Anders oder Elmar Elbs entgegen.


Kino-Veranstaltung restlos ausverkauft!

 

 

   

   

   
In der Hofkirche Luzern findet am 14. Juni 2012 eine lyrisch-musikalische Feierstunde zu Ehre von Karl May statt.
 

 

Das Restaurant mundArtbeiz ist ab Bahnhof mit Bus 885 Richtung Rüti erreichbar. Haltestelle: Kreuzplatz

 

 

 

 
Karl May ist in der Schweiz angekommen!
 
Seit dem 170. Geburtstag unseres Abenteuerautors ist die Presse sensibilisiert. Als erste brachte die Sonntagsausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ einen sympathisch gehaltenen Artikel von Urs Bitterli, emeritierter Professor für neuere Geschichte der Universität Zürich. Dieser Artikel steht aber in Wiederspruch zu dem karikierenden, nasedrehenden May-Porträt auf der Magazintitelseite. Dann brachte „BeobachterNatur“ den Abdruck Mays Geschichte „Im Taifun“, aus „Am stillen Ozean“. Ein kurzer Abriss zu den Aufenthalten „Mays bei den Helvetiern“ rundet den achtseitigen Artikel ab.
   

   
Auch die Buchhandlungen in der Schweiz sind sensibilisiert. Die Autoren Helmuth Schmiedt, Thomas Kramer, Christian Moser und Rüdiger Schaper liegen auf und versuchen neue Erkenntnisse aus dem Studium des gefeierten Autors zu finden. Der letztgenannte Autor, dessen essayistisches Buch sehr spannend zu lesen ist, stellt am 29. März im Literaturhaus in Zürich sein Buch vor. Norbert Bischofberger, ein bekannter Fernseh-Moderator führt durch den Abend.
     Dass man aber für das Auge des Käufers auch etwas präsentieren muss, sagten sich die Verantwortlichen bei der Buchhandlung Barth im Bahnhof-Shop-Ville in Zürich und in der grossen Berner Buchhandlung Stauffacher. Letztere gelangten an unseren Karl-May-Filmkenner Thomas Maurer mit der Bitte um werbewirksame Poster und Film-Exponate. Entstanden ist auf 20 Meter Schaufensterfläche eine grandiose Präsentation der über 100 verschiedensten Büchern aus Primär- und Sekundärliteratur. Daneben wird ein eindrückliches Bild der Filme als nostalgischer Rückblick an 50 Jahre Karl-May-Winnetou Filme gezeigt. Die Leute bleiben stehen!
     

Thomas Maurer mit Gabi, Bruno und Elmar betrachten die riesigen Schaufensterfronten bei Stauffacher in Bern.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr zur Veranstaltung im Brief zu INFO 5/2010

 

 

Wien ist vom 3. bis 5. September 2010 Treffpunkt der Karl-May-Freunde aus nah und fern
Mehr Informationen unter:
http://www.wiener-karl-may-runde.at/
und
http://www.proverbis.at/html/aktuelles.html

 

 


Unsere Veranstaltung in Luzern, Dienstag, 30. März 2010, 19.00 Uhr
     

   Engelbert Gressl

Einladung mit Quiz

Die Stadtbibliothek Luzern
im Bourbaki-Panorama

     
Die Winnetou-Geschichten sind bei der heutigen Jugend kaum mehr bekannt. Ein paar der Grünen Bände stehen noch im Buchtablar und warten vergebens auf Ausleihe. Viele Bibliotheken in der Zentralschweiz führen sie gar nicht mehr, da nach Aussage von Bibliothekarinnen keine Nachfrage mehr besteht!
     Das lässt den Autor Engelbert Gressl, Lehrer aus Graz, und uns Schweizer-Karl-May-Freunde nicht tatenlos zusehen. Nachdem des Autors Kinder selbst die Grünen Bände ablehnten, machte er eine Flucht nach vorne und schrieb die Geschichte vom Indianerhelden Winnetou neu. Der erste Band „Freunde am Marterpfahl” erschien 2008, der zweite Band „Mörderjagd in der Prärie” 2009 im PROverbis Verlag in Wien. In diesem Jahr soll nun der Abschlussband „Das Geheimnis des Häuptlings” erscheinen.
     Der Autor liest im stattkino Luzern aus seinen beiden Büchern und stellt sich anschliessend der Diskussion. Beim Apéro, welcher in der über drei Stockwerke führenden Bibliothek (im Bild hinter der Glasfront) stattfindet, kann noch weiter diskutiert werden. Die Frage steht im Raum, ob das Sterben dieses Helden - der durch seine Verfilmung und Bühnenpräsenz über 117 Jahre geliebt und verehrt wurde - unvermeidlich ist.
     Es wäre schön, wenn viele Erwachsene mit ihren Kindern und Enkelkindern an dieser Lesung teilnehmen würden.
Indianer und Westernleute sind anwesend, Filmsequenzen eröffnen die Lesung.
     Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
     

           Die Silberbüchse Winnetous

Winnetou im Film

Band 3

     

     

 

 

 

 

 


 

 
Referat mit Bildern von Michael Rudloff, Freiburg (D)
im Hotel Oberländerhof in Bönigen am Brienzersee
Samstag, 8. August 2009, 14.00 Uhr

Der Eintritt ist frei !

 

 
   
Unsere nächste Veranstaltung findet am 17. Mai 2009 im Stift Einsiedeln statt.
Besammlung 13.45 Uhr bei der Gymnasiumspforte

Unser Schweizer-Karl-May-Freund Bruder Gerold Zenoni OSB hat als langjähriger Buchrezensent viele Zitierungen von Karl Mays Werk in der allgemeinen Literatur gefunden. Es wird spannend zu hören, was er dazu zu erzählen hat.
     Kommen Sie und staunen Sie mit uns über die Vielfalt der Autoren die May zitieren.

   

   

 

Auf Karl Mays Pfaden durchs Felsengebirge und Indianerland
  
Am Sonntag, 22. März 2009, um 14 Uhr erzählen Regula und Arthur Jucker in ihrem Haus in Meilen ZH, an der Plattenstrasse 180, über die Reise die eine große Gruppe um Thomas Grafenberg von der KMG im Herbst 2008 erlebten.
     Auch unsere Freunde Willi Olbrich, Edgar und Gudrun Müller waren dabei und steuern Beiträge bei. So werden wir einige Begebenheiten auf einem Video von Edgar Müller sehen. Bei Kaffee und Kuchen von den Gastgebern werden wir noch über Fiktion und Realität bei Karl Mays Wilden Westen plaudern.
     Mehr auf unserer Webseite unter Infos PDF.

 

alle Fotos von Edgar Müller, Leipzig

 

 

Freunde am Marterpfahl

Eine neue Winnetou-Bearbeitung von Engelbert Gressl, Graz (A)

 

Ein Wort zuvor zu Karl-May-Neubearbeitungen
  

Alle Werke berühmter Autoren lockten spätere Autoren zu Bearbeitungen oder Neuschöpfungen.
Wer sich in der Karl-May-Literatur etwas auskennt, weiss, dass schon früh Liebhaber - heute sagt man Fans - sich darum bemühten Kurzfassungen oder eben Bearbeitungen zu machen. Wenn das Urheberrecht abgelaufen ist, auch kein rechtliches Problem.
     Die 1960er Jahre brachten mit der Neuverfilmung der Karl May Abenteuer auch eine neue interessierte Leserschicht und damit auch eine zahlreiche Reihe von Buchbearbeitungen auf den Markt. Da machte sicher die Bearbeitung von Johannes Nixdorf im Pestalozzi-Verlag in Zusammenarbeit mit dem Karl-May-Verlag den Beginn. Eine gestraffte „Winnetou“-Bearbeitung brachte auch der neue Jugendschriftenverlag in Hannover und der Hemma-Verlag auf den Markt. Letzterer war sehr aktiv in Ausgaben berühmter Abenteuerautoren, wie Dumas und Cooper. Alle diese Ausgaben besitzen auch recht geglückte Illustrationen.
     2003 brachte der Karl May-Verlag in Bamberg eine neue Serie mit sieben Bänden für Jugendliche heraus; der Titel lautet „Abenteuer Winnetou“. Die Covers entsprechen heutiger Jugendbuchgrafik. Die Bände umschliessen die Winnetou-Triologie und einzelne Abenteuerbücher die Karl May speziell für die Jugend verfasste. Die Akzeptanz und der Erfolg lassen aber noch zu wünschen übrig. Liegt dies an der Buchmassenproduktion oder an den Buchhändlerinnen?
     Nun bekam ich als Leiter der CH-KMF eine neue Bearbeitung mit dem Titel „Freunde am Marterpfahl“ von Engelbert Gressl aus dem Wiener PROverbis Verlag zugesandt.
     Ich habe diese 280 Seiten in zwei Tagen durchgefressen und ich kann nur sagen dieses Buch ist ein Knüller!
Dieses Buch trifft den Nerv der jugendlichen Leser im Sprachduktus. Gradlinig, ohne aber das Original zu verleugnen, erzählt Engelbert Gressl die Geschichte von Old Shatterhand und seinem Blutsbruder Winnetou. Auffallend ist die Dialogführung. Da gibt es eine klare Du-Ausdrucksart zwischen dem „Lehrmeister“ Sam und dem jugendlichen Greenhorn, aber auch zu Winnetou und Nscho-tschi. Die Kapitelbeschriftungen machen neugierig. Bereits der Einstieg mit einer Vorwegnahme des Marterpfahl-Abenteuers fesselt.
     Der Autor schreibt vielleicht „literarisch“ nicht so poetisch ausgefeilt wie der Mayster. Aber dieser schrieb ja selbst „Ich feile nicht...“. So verzeiht man auch manche Seiten, wo fast jeder neue Absatz mit ICH beginnt. Andererseits gibt gerade diese Identifikation dem Buch eine Lebendigkeit und Wirklichkeit die selbst May nicht besser erreichte. Die einzelnen Handlungsabläufe verlaufen schnurstracks ins Abenteuer.
Dies kommt dem heutigen jungen Leser zur Hilfe, der Spannung sek und sofort erreichen will! Die grossteils direkt übernommenen Dialoge aus dem Original und die massiven Kürzungen weitschweifiger Sätze machen aus 550 Seiten deren neu 276. Dabei hilft die Buchgrösse und der Satzspiegel, die gut lesbare Gatineau-Antiqua wesentlich zum Lesevergnügen für Kinder und Jugendliche bei. Alles in Allem eine wirklich sehr gelungene Neubearbeitung die Karl Mays Geist auf jeder Seite atmet.
Der Band endet mit dem Tod von Nscho-Tschi und Intschu-tschuna und lechzt nach einer Fortsetzung. Dankbar für den jungen Leser ist das achtseitige Glossarium am Schluss. Ein Lesebändel ist ein feines Extra. Es ist zu wünschen, dass das Buch gerade die Maykenner zu Förderern für das Lesevergnügen bei Jugendlichen macht. Elmar Elbs, Leiter der CH-KMF

Engelbert Gressl, „Freunde am Marterpfahl“ ISBN 978-3-9502506-3-3, Verlag PROverbis e.U. Wien, Euro 24.90, 288 Seiten, Hardcover

 

 

   

   

 
Liebe Karl-May-Freunde und Freundinnen in nah und fern.

Freundliche Einladung für die Veranstaltung vom
Samstag, 8. November 2008 in Luzern
Zunfthaus zu Pfistern, Bankettsaal

Damals bei den Dreharbeiten …
ein Nachmittag mit Milan "Emil" Mikuljan

Nähere Angaben im angehängten PDF-Dokument

Wir freuen uns mit unserem Gast auf einen unterhaltsamen und interessanten Nachmittag und heissen schon jetzt alle Besucher recht herzlich willkommen.

 

 
 

Freundliche Einladung zur traditionellen CH-KMF-Sommerveranstaltung,
dieses Mal bei unseren CH-KMF Klaus und Gisela Reichenbach, ein weiter Pfeilschuss von der baslerisch/schweizerischen Grenze entfernt.
     Wir treffen uns um 10.30 Uhr beim Bahnhof Riehen. (Abfahrt Zürch 9.02 Uhr, Luzern, 8.45 Uhr,
Bern 9.04 Uhr, Basel umsteigen auf den Regio-Zug Abfahrt 10.09 Uhr, Basel Gleis 2 bis Riehen).
     Sodann nehmen wir den BVB-Bus 35 ab 10.43 Uhr bis Inzlingen Zollstation und wandern bei jedem Wetter in etwa 30 Minuten zum Wasserschloss Inzlingen, wo wir das fakultative Mittagessen einnehmen.
     Von dort ist es nicht weit bis zu den Kakteen von CH-Karl-May-Freund Klaus, wo dieser uns manch Interessantes zu seiner grossen Kakteensammlung und Karl May erzählen wird.
     Anschliessend sind wir zu Kaffee und Kuchen und angeregter Fachsimpelei eingeladen.

 

 
Unsere Veranstaltung vom 5. Juli 2008:
Indianische Bekleidung im Alltag, im Kampf und bei Zeremonien  -->> pdf 
 
 

     

Die Reprintkopie, das französische Jugendbuch, der Verfasser Michael Rudloff

     

„Robert Surcouf“ - eine schweizerische Karl-May-Publikation von 1925

Einmal mehr können wir dem aufmerksamen Leser und CH-KMF Michael Rudloff eine interessante Broschüre verdanken die ich hier vorstellen möchte.
     Durch seine Arbeit an der Broschüre „Über schweizerische Karl-May-Ausgaben (und mehr)“ ( CH-KMF 2007) war es nahe liegend diesen Zeitungsdruck als Broschüre heraus zu geben. Eine gute Vorlage lieferte ihm Bruno Wigger, seines Zeichens grosser Kenner und Sammler von Karl-May-Ausgaben. Der Karl-May- Verlag Bamberg/Radebeul gab ebenfalls seine Einwilligung für diese Publikation, besten Dank an Bernhard Schmid.
     Die Erzählung Kapitän Surcouf, die im Katholischen Familien-Wochenblatt „Der Sonntag“ ab 15. Februar 1925 in 10 Folgen lief, erhielt erst in der letzten Ausgabe den Hinweis auf den Verfasser Karl May.
     Der Walter-Verlag in Olten, CH als Herausgeber leitet die Erzählung folgendermaßen ein:
     „Wir beginnen heute mit der Veröffentlichung einer Seenovelle, die geradezu ein kleines Meisterwerk guter Erzählkunst ist. Sie wird unsere Leser durch die glänzende Charakteristik, den tiefen ethischen Gehalt und die kühne Spannung in gleicher Weise überraschen. Wir werden den Namen des Autors erst am Schlusse bekannt geben, um eine durchaus objektive Würdigung zu ermöglichen. Außerdem interessiert uns, ob unsere Leser den Autor dieser brillanten epischen Leistung erraten, dessen Name im gesamten deutschen Lande hervorragendsten Klang hat, so umstritten oft sein Werk und Wesen war. Die Illustrationen dazu zeichnete Kunstmaler Charles Meßmer in Luzern eigens für den „Sonntag“. Die Redaktion
     Was das Verbergen des Autorennamens betrifft, kann man vielleicht spekulieren, ob dies im Zusammenhang mit der damaligen Karl-May-Hetze getätigt wurde, um keine Ablehnung zu erzeugen.
     Die spannende Erzählung spielt in Frankreich während der napoleonischen Zeit und beruht auf geschichtlichen Tatsachen. Den May-Lesern ist sie aus dem Band 38 der GW unter dem Titel „Ein Kaperkapitän“ bekannt. Zum hundertsten Geburtstag Surcoufs (1927) erschien in Frankreich diese May-Erzählung auch als Jugendbuch bei Mame und erlebte viele Auflagen.
Die Reprintkopie, mit einem editorischen Anhang wird in der Schweiz von Elmar Elbs und in Deutschland vom Verfasser Michael Rudloff gratis ausgeliefert. Freiwilliger Unkostenbeitrag wird gerne entgegen genommen. Webseiten-Kontaktformular verwenden!

 

 
Die Schweizer-Karl-May-Freunde laden ein:
 

 
Unser Jahresthema „Indianer“ wollen wir mit einem Besuch des wohl schönsten Schweizer Indianermuseums in Gossau ZH bekräftigen und dabei das Referat von André Köhler, Öffentlichkeitssprecher des Karl-May-Museums in Radebeul, um 14.30 Uhr anhören. Dieses Referat wird mit Bildern unterstützt.Zuvor um 11 Uhr wird CH-KMF Rolf Cizmek uns eine Einführung in das Museum und die neue Sonderausstellung geben. Das Hauptreferat ist öffentlich. 

   

   

Samstag, 29. März 2008, 13.30 Uhr – 17.30 Uhr
Restaurant Zunfthaus zu Pfistern, Luzern, am Kornmarkt

„Die grossen Indianermaler“
Catlin, Bodmer, Möllhausen, Rindisbacher, Kurz u.a.


Wie weit haben sie Karl May beeinflusst, Spurensuche
anhand von Bildern und Büchern
Referat und Bilder von Elmar Elbs, Luzern

Kurzbericht über das Karl-May-Film-Freunde-Treffen in Wien
von CH-KMF Thomas Maurer

Grosser Büchertisch mit Kauf und Tauschmöglickkeit
 

 

Grundschule erhält den Namen Karl May

Am 3. September 2007 gingen die 276 Schüler von Hohenstein-Ernstthal erstmals nicht in irgendeine Primarschule sondern in die Karl-May-Grundschule. Diese Benennung geht auf einen Entscheid des Stadtrates vom 3. Juli 2007 zurück. Eine Arbeitsgruppe hat dies angeregt, weil der Name heimatbezogen sei und der Abenteuerschriftsteller Karl May mit seinem literarischen Schaffen gut mit dem Unterricht verbunden werden könne. Schön, das freut uns auch in der Schweiz weil damit ein Gegengewicht zur schon viele Jahrzehnte lang ortsansässigen Pestalozzi-Schule geboten wird. Beide Namensgeber, die damit geehrt werden, haben sich um die Jugend bemüht. Es ist zu wünschen, dass die Bücher von ihrem Stadtsohn, die der Karl-May-Verlag Bamberg den Schülern für die Bibliothek übergeben hat nun fleißig gelesen werden. Sinnvoll ist auch das Geschenk eines Klassensatzes „Karl-May-Biografie“, das der ehemalige Kulturbeauftragte Wolfgang Hallmann der Schule übergab.
     Und ein besonderes Geschenk bekam die Karl-May-Grundschule mit einer Webseite, die unser Freund und Webmaster Ralf Harder in Zusammenarbeit mit Lutz Krauße schuf. Diese interessante, mit vielen informativen und unterhaltenden LINKs ausgestattete Seite finden Sie auch auf unserer Webseite.
 

 


 

     

Marie Versini – Nscho tschi als Romanschreiberin und Übersetzerin

Unsere Freundin hat ihr Schreibtalent schon in ihrer wunderschönen Biografie „Ich war Winnetous Schwester“ mit ihrem Gatten Pierre Viallet unter Beweis gestellt. Im Herbst 2006 begannen dann die beiden mit der Erzählung „Rätsel um N.T.“, die während eines Jahres wöchentlich als Fortsetzungsgeschichte auf ihrer Webseite zu lesen war.
     Die Geschichte erzählt, wie N.T. mit Hilfe von Neugieriges Eichhörnchen und Butch, einem jungen Reporter, den Tod ihrer Mutter Nscho-tschi an der Bande des Sohnes von Mörder Santer rächt. Nun kommt die Erzählung, welche wieder Christina Böhme aus Grimma ins Deutsche übersetzte, am 15. März im Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul heraus.
     Das grosse Anliegen von Marie Versini besteht darin, wieder Kinder und Jugendliche zu Karl Mays Erzählungen heranzuführen. Sie liebt einfach Karl May und ist dankbar für die Rolle als Winnetous Schwester die sie fast unsterblich macht. Sie vertraut zu Recht auf den Bonus den sie durch ihre damalige Darstellung als Nscho-tschi erlangte und sich seit dieser Zeit - das sind nun bereits 45 Jahre - erhält. Und diese Beliebtheit hält sich, was sich bis heute fast jeden Tag durch Briefe, heute mehrheitlich auf ihrem Webseiten-Kontaktformular geschrieben, beweist. Natürlich sei auch hier erwähnt, dass die Künstlerin während ihrer knapp 20jährigen Karriere noch viel grössere und bedeutendere Rollen auf der Bühne und im Film verkörperte.
     Ihr grösster Wunsch besteht auch darin, dass der Verlag, mit dem sie ein sehr freundschaftliches Verhältnis hat, wieder mehr von den faszinierenden Abenteuererzählungen verkaufen kann. Sie selbst liebt Karl Mays Indianererzählungen besonders. Es tut Marie Versini leid, dass es nur ganz wenige Übersetzungen ins Französische gibt. Obwohl sie heute fast fliessend Deutsch spricht, macht ihr das Lesen doch noch einige Mühe.
     Marie wird ihr Jugendbuch am Samstag/Sonntag 15./16. März an der Buchmesse in Leipzig vorstellen. Mehr auf ihrer Webseite unter: www.marie-versini.de
     Ihre Deutschkenntnisse gaben Marie den Mut, eine besondere Lanze für ihren Autor zu brechen. Auf die Anfrage aus der Redaktion der Karl-May-Stiftung übersetzte sie - wohlgemerkt ohne Honorar - in der kurzen Zeitspanne von Neujahr bis Anfang Februar 2008 die Biografie über Karl May, wie diese auf der Internetseite des Karl-May-Museums steht, ins Französische. Diese Biografie, in einer übersichtlichen, tabellarischen Art dargestellt, gibt den aktuellen Stand der Karl-May-Forschung wieder.
     Gleichzeitig übersetzte sie aber auch die notwendigen Anmerkungen auf der Biografie-Seite. Wir gratulieren dazu Marie Versini und ihrem Gatten Pierre, der ihr dabei mithalf, ganz herzlich. Ich denke, man kann kaum liebevoller als durch diese Übersetzungsarbeit und der “N.T.“-Geschichte die Liebe zu Karl May zum Ausdruck bringen. Möge dies auch in der Karl-May-Welt grosse und gebührende Anerkennung finden!

     Elmar Elbs, Luzern, 6. März 2008

   


  

 
Neue Bücher und Publikationen zu Karl May    von Elmar Elbs

Das Jahr 2007 brachte einen reichen Büchersegen zu unserem Autor, Interessensgebiet und Hobby. So möchte ich versuchen einige Schlaglichter auf die Neuerscheinungen zu werfen, natürlich im Bewusstsein, dass dies nur sehr knapp und subjektiv sein kann.
     Nach der fünfbändigen Karl-May-Chronik von 2005/06 die über 20.000 Tagesgeschehnisse, eben chronologisch, beschreibt und dokumentiert, erschien ebenfalls Ende 2006 der Sonderband „Im Reiche des roten Adlers“ welcher Karl May und Tirol zum Thema hat. Dieses Buch gibt in vielen Briefen und Nachforschungen Einblick zum Verhältnis Karl May, Gräfin Anna Jankovics (Achensee), Henriette Schrott (Hotel Penegal, auf der Mendel) und Redakteur Leopold Gheri (KMs Briefe zur Kunst). Darin gibt es aber auch viel Interessantes zu den ersten Lizenzausgaben der May-Bücher in Österreich zu lesen, woran sich Ludwig Patsch und Anton Haider beteiligten. Dieses Buch wirft - für mich - erstmals auch Licht auf das ambivalente Verhalten von Karl May zu seinen Mitstreitern und Sympathisanten.
     Diese Erkenntnis kommt noch viel stärker im ersten Reihenband 91 „Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld“ zum Ausdruck. Wer Karl May liest und aufgrund dieses Interesses beginnt sich mit dem Autor zu beschäftigen, weiss dass hinter der heutigen Buchausgabe aus dem Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul die Ausgabe von Verleger Fehsenfeld steht. Dieser und sein Schwager und Druckereibesitzer Felix Krais gaben der Ausgabe sein noch heute gültiges Erscheinungsbild. Dieser erste Briefband deckt die ganz menschliche Grösse, den Triumph und die beginnende Tragik des Schriftstellers Karl May auf. Es zeigt sich ein Charakterbild, das manchmal weh tut, das Mitleid und Verständnis, manchmal auch Ablehnung aufruft. Andererseits lernt man auch die Genialität der schöpferischen Fantasie kennen die der Dichter Zeit seines Lebens, beginnend mit den Volkserzählungen, den Trivialromanen, den Abenteuererzählungen bis zu dessen schwer verständlichen Alterwerk aufzeigt. Den Verlegern Lothar und Bernhard Schmid, die den Herausgebern Dieter Sudhoff † und Hans-Dieter Steinmetz den Zugang zum Briefarchiv gaben, gebührt grosser Dank und Anerkennung.
     Ein weiterer Dank gilt den Verlegern für die Herausgabe des grössten und schwersten Karl-May-Bandes aller Zeiten. Mit 1500 Abbildungen auf 590 Seiten und einem Gewicht von 2390 Gramm wurde ein Werk geschaffen das seinen Preis von 162 Franken aufwiegt. Gerhard Klussmeier und Hainer Plaul haben in diesem durchgehend farbig illustrierten Prachtband eine auf den neuesten Stand gebrachte Bildbiographie zusammengestellt, dessen verbindenden Texte Karl May in den Kontext seiner Zeit stellt. Darum trägt das Buch auch konsequenter Weise den Titel „Karl May und seine Zeit“. Wir Schweizer Karl-May-Freunde hätten uns zu den vier wichtigen Aufenthalten des Dichters in der Schweiz noch gerne einige Bilder und Hinweise mehr gewünscht. In Bönigen war Karl May mit Fehsenfeld und dem soeben erschienenen „Winnetou, der rote Gentleman“ auf dem Künstlerpodest. In Einsiedeln gab es die frommen Geschichten, die den Dichter als Katholiken erscheinen liessen, in Lugano begann im Ausblick vom San Salvatore (Erlöser) sein lyrisches Werk und auf der Rigi standen seine Friedensgedanken einerseits und das Suchen nach Rehabilitation am Beginn seines Alterswerkes andererseits.
     Wer mehr über die Schreib- und Erzählquellen Karl Mays lesen möchte findet im Sonderheft 137 der Karl-May-Gesellschaft „Pierer Naschereien“ von Rudi Schweikert viel Interessantes. Es ist ja gerade das Wissen mit welchem der Abenteuerautor uns in der Jugendzeit - und ohne Internet – verblüffte. Wir wussten schon lange vor den heutigen kriegerischen Auseinandersetzungen wo Bagdad, Mossul und das Kurdistan liegt und wo es noch Teufelsanbeter gibt. Ja und dies alles entnahm Karl May mehrheitlich aus dem „Pierer-Lexikon“ und stellte einfach zur Verbergung der Quelle einige Sätze um oder ergänzte sie aus anderen Nachschlagewerken.
     Wer sich nur an Spannung, Wissensvermehrung, Spass und Freude im Werk Karl Mays erfreute und noch erfreut muss nicht unbedingt das 37. Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft lesen. Es ist grosse und hohe Forschungs-Literatur. Im Mittelpunkt steht das Alterwerk das schon die einen himmelhoch jauchzend und die anderen konsterniert zurück liess. Da gibt es einerseits die Betrachtungen über einen „Silberlöwen-Band“ mit einem unverständlichen Texteinschub einer rassistischen Äusserung gegenüber den Armeniern, den Karl May 1898 von dem Zeitgenossen Friedrich Naumann übernahm. (Dieser Abschnitt steht nicht mehr in der heutigen Ausgabe) Andererseits gibt es viel Konzentriertes über taoistische Weisheit in Karl Mays „Und Friede auf Erden!“ von Pfarrer Wohlgschaft zu studieren. Etwas leichter goutierbar sind Werner Kittsteins philologische Überlegungen zu der „Ästhetik filmischen Erzählens“ ebenfalls im Friede-Roman.
     Viele unserer Freundinnen und Freunde von Karl May sind auch Mitglieder in der internationalen Karl-May-Gesellschaft. Diese kennen natürlich die beiden Quartalsschriften „KMG-Nachrichten und –Mitteilungen“. Erstere informieren über das Geschehen rings um die Gesellschaft, letztere zu aktuellen Erkenntnissen in der Szene, wie zum Beispiel der Rechenschaftsbericht des KMG-Vorsitzenden vor der Mitgliederversammlung am 13. Oktober in Berlin. Ganz spannend für mich liest sich der Bericht von Oswald Burger über „Karl May am Bodensee“. Da die Grenzen zwischen den beiden Publikationen fliessend sind, denke ich, man könnte in näherer Zukunft auch mal nur ein Heft in grösserem Umfang und Format heraus bringen.
     Nicht abgebildet im Bild oben sind hier verschiedene andere Bücher, wie die beiden Studienbände „Karl Mays Winnetou“ und „Karl Mays „Weihnacht“ von Dieter Sudhoff und Hartmut Vollmer. Es lohnt sich hier bei dem grossen Buchangebot zu Karl May die weiterführenden Links zum Karl-May-Verlag und Karl-May-Gesellschaft zu besuchen.
 
 
 

Neue Publikationen – eine Auswahl

Hier auf unserer Webseite sei auch mal auf einige Publikationen hingewiesen, um damit zu dokumentieren, was alles in der Karl-May-Szene ausserhalb der Karl-May-Gesellschaft publiziert wird. Da gilt es in erster Linie auf die „Karl-May-Haus-Informationen“ (Nr. 21) aus Karl Mays Geburtsort Hohenstein-Ernstthal hinzuweisen, die einmal im Jahr erscheinen. Die Broschüre mit 86 Seiten ist neu durchgehend farbig illustriert und nimmt sich in einem gösseren Artikel von Hans-Dieter Steinmetz den Wohnsitzen des Dichters an seinem Geburtsort an. Hainer Plaul, von dem schon in der Bildbiographie oben die Rede war, fragt wo Familie May im Selbmann-Haus wohnte und geht dem Leben des Büchsenmachers Fuchs nach, der die berühmten Gewehre von Karl May schuf.
     Der Museumsleiter André Neubert und Marina Palm bringen interessante Fakten zum Webermeister Heinrich August May, dem Vater unseres Dichters. Ebenfalls schon erwähnt, befasst sich der im letzten Jahr zu früh verstorbene Dieter Sudhoff mit der Biographie des ersten Karl-May-Doktoranden Prof. Dr. Heinz Stolte (1914-1992). Mit der Geschichte über die Karl-May-Aufführungen in Hohenstein-Ernstthal von Kerstin Orantek und Henry Kreul wird auch der Bogen zu einem weiteren Karl-May-Thema geschlagen, Schauspiel und Film bekommen allmählich auch ihren Platz in der May-Forschung, ist doch dessen Publikumswirkung unbestritten.
     Und um die Publikumswirkung geht es seit bald 24 Jahren mit dem Karl-May-Magazin „KARL MAY & Co“. Dieses Heft hat in den letzten Jahren eine ungeheuere Entwicklung durchgemacht. Vom maschinengeschriebenen Rundbrief bis zur heutigen meist 90seitigen Farbbroschüre, in bester grafischer Gestaltung, breitet sich ein ungeheures Wissensspektrum für den „gewöhnlichen“ Karl-May-Leser aus. Es wäre vermessen, mit einigen Besprechungen die Fülle der verschiedensten Themenbereiche Schauspiel, Film, Leben und Werk Karl Mays, Literatur, Sammeln - und Szeneaktuelles ein zu gehen. Am besten, man abonniert das Heft! Einen Einblick gibt auch hier die Webseite von KM&Co welche mit unserer Seite verlinkt ist.
     Ein Mittelding zwischen Forschung und Museumsinformation gibt die jährlich zweimal erscheinende Publikation des Karl-May-Museum Radebeul „Der Beobachter an der Elbe“. Im Mittelpunkt jeder der bis heute 10 erscheinenden Ausgaben steht Karl Mays Leben, Ethnografie, Abenteuergenre und Museumsreport. Das Redaktionsteam, dem nebst unseren Mitgliedern Ralf Harder, René Wagner auch Brigitte Krabbes und Thomas Grafenberg angehören, bringen und vermitteln gut lesbare Aufsätze auch anderer Autoren zu den aufgeführten Themen. So kann man viel Interessantes zu Mays Kolportagewerk in Gegenüberstellung zu Victor Hugos „Les Miserables“ aus der hier leichtflüssigen Feder von Hermann Wohlgschaft lesen.
     „Weihnacht – Traum oder Trauma?“ dies ist ein packender Aufsatz von Hagen Schäfer über Karl Mays Erzählung, der für mich den Übergang zum Spätwerk antönen lässt („Weihnacht“ zählt zu den am meisten besprochenen werken Karl Mays).
Da das Karl-May-Museum in Radebeul als Erbstück über eine der faszinierendsten Indianerausstellungen im Westen verfügt, ist auch die Fortsetzungsreihe von Eckehard Kochs „Die Geschichte der Indianer, die als Weisse lebten“ ein spannendes Stück Ethnografie.
     Einige für die Zukunft der May-Forschung und Gesellschaft wichtige Überlegungen stellt Gerhard Klussmeier betreffend der Zusammenarbeit der verschiedensten Gruppierungen um Karl May und deren Publikationen dar. Und er schliesst als anerkannter May-Forscher mit einem interessanten Satz: „ Ach ja, eines noch: Die Bildreportagen über die Pilgerfahrten zu den Drehorten der May-Filme – u. a. in Heft 109 von KARL MAY & CO. sowie in Karl-May-Welten II (KMV) – haben auch für mich einen besonderen Reiz, doch das hat ja nun eigentlich nichts mehr mit Karl May zu tun, oder?“. Überraschend für uns Schweizer ist der Museumsreport über die bis Oktober 2008 laufende Ausstellung „Von der Elbe zum Rio Xingu“. Diese Ausstellung kam auch Dank der grosszügigen Schenkung von Ines und Joachim Schroeder Helm aus Bauen am Vierwaldstättersee zustande.
     Abschliessend möchte ich auch noch auf den Wiener Karl May Brief hinweisen. Dieser bringt in seinem 4. Jahrgang immer wieder Überraschendes aus Österreich. Mich hat der kleine Artikel von Vlado Obad „Überlegungen zum Spätwerk im Verhältnis zum Frühwerk“ fasziniert. Mit dem Brief von Hugo J. Bonatti aus Charlottesville in Virginia „ Warum ich Karl May liebe“ schliesst der Wiener Karl May Brief und meine Betrachtung über Publikationen. (Dieser WKM-Brief kann für 10 Euro pro Jahr bei Dr. Bernd Lindinger, Hauptstrasse 10a, 3021 Pressbaum bestellt werden)
 


Schweizer Karl-May-Freunde feiern 15 Jahre Bestehen in Lugano

Vierte Jubiläumsveranstaltung, vom Freitagabend, 28. September bis Sonntagnachmittag,
30. September 2007
 

Wie schon 2002 anlässlich des 10-jährigen Bestehens, wollen wir dort feiern wo Karl May Anfang April 1899 im damals neueröffneten Hotel Bellevue au Lac Zwischenhalt auf seiner Reise in den Orient machte. Diesen Anlass feiern wir im Beisein von 34 Schweizer KM-Freundinnen und Freunden und unseren Ehrengästen Marie Versini, Paris, unserem verehrten Maestro und CH-KMF Martin Böttcher, Lugano sowie Christopher Barker aus Genf. Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

Talkrunde mit Karl-May-Film- und Schauspiel-Stars

Bei einer am Samstag, 29. September, um 10.30 Uhr stattfindenden Talkrunde im Hotel, die von der Tessiner Presse begleitet wird, sprechen wir in Anwesenheit der Ehrengäste über Karl May und dessen Aufenthalt in Lugano, über die Karl-May-Bücher, über die Filme und Schauspiele, deren Stars und dem Komponisten Martin Böttcher, welcher diese Filme seit 43 Jahren am Leben erhält! Am Abend feiern die Karl-May-Freunde in geschlossenem Rahmen dieses kleine Jubiläum.
 

Martin Böttcher und Marie Versini signieren in Lugano ihre Biografien

Der KM-Film-Komponist dirigiert 2005 in Luzern

Karl May war bei seinem Aufenthalt mit seiner Frau und dem begleitenden Ehepaar Richard und Klara Plöhn auch schöpferisch tätig. Er schrieb im überwältigenden Gefühl seiner Fahrt auf den San Salvatore, dessen Bahn gerade ein Jahr zuvor eröffnet wurde, ein 10 strophiges Gedicht San Salvatoria. Dieses Gedicht und eine 2001 enthüllte Gedenktafel zu Karl May sind im Übrigen im Hotel-Speisesaal zu sehen. Lugano war auch der Beginn zu seiner Gedichtfolge "Himmelsgedanken - Eine Reise in das Morgenland". In dieser schreibt er auch über den "Gotthard" und "Südwärts", heute Band KMV Bd. 49
 

San Salvatoria
Sei mir gegrüßt, San Salvatore,
Du hochgebautes Gotteshaus!
Lugano's herrlichste Empore,
Schaust weit du übers Land
hinaus …

Karl May, 31.3.1899

Der San Salvatore, der Hausberg von Lugano, ist Ziel unseres gemeinsamen Ausfluges am Samstagmittag 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Wir hoffen auf ein gutes Wetter mit einem schönen Fernblick bis weit nach Italien und in die Berner Alpen!


Karl Mays Friedensgedanken auf der Rigi 1901

Dritte Jubiläumsveranstaltung 15 Jahre Schweizer-Karl-May-Freunde
 

Wer Karl May nur mit den Helden Winnetou und Old Shatterhand in Verbindung bringt oder ihn gar nur über die Verfilmungen und Fernsehserien aus den 1960er Jahren kennt, wird über dessen symbolisches Spätwerk erstaunt sein. Dieses umfasst etliche Bände, darunter das dem Friedensgedanken gewidmete Werk "Et in terra pax - Und Friede auf Erden!" und das bedeutende Spätwerk "Ardistan und Dschinistan". All diesen Bänden wohnen der Friedensgedanke und das "Empor ins Reich der Edelmenschen" inne. Die innere Entwicklung des Menschen Karl May, das verfolgen seiner "hohe Ziele", sein Streben nach Edelmenschentum, lässt sich nicht nur in seinen Werken, sondern auch in seiner Biografie verfolgen.
  

Von Interesse sind hierbei seine grosse Orientreise (1899/1900), zu deren Beginn Karl May erst einmal die schweizerische Berglandschaft durchqueren musste.

Hierhin begab er sich 1901 zurück, um sein neues, der Völkerversöhnung huldigendes Werk "Et in terra pax" zu vollenden. Die letzten Druckfahnen gingen am 27. September 1901 postalisch vom Rigi-Kulm-Hotel ab, wo sich Karl may seit 20. September 1901 aufhielt. Bereits drei Jahre später überarbeitet May das Werk und gab ihm den Titel "Und Friede auf Erden!"

Während sich Karl May auf seine Weise für den Völkerfrieden einsetzte, öffnete im Jahr 1902 in LUZERN das weltweit erste Kriegs- und Friedensmusem seine Pforten. 2002 gab es zu diesem zweck ein Symposium 100 Jahre Kriegs- und Friedensmuseum. Karl Mays Botschaft und sein Bemühen um die Völkerverständigung sind nach wie vor aktuell. Es ist daher schön, dass im selben Jahr in Djakarta, Indonesien, unter dem Titel "Dan Damei di Bumi" in indonesischer Sprache aufgelegt wurde.

Über diese Friedensgedanken kreist auch das Referat von Pfarrer und Jugendseelsorger Willi Stroband aus Ahlen (D) welches am Sonntag, 29. Juli 2007 im "SeeHotel Gotthard" in Weggis zur Aufführung gelangt. Siehe Plakat oben!

Zu dieser Veranstaltung in Weggis am Vierwaldstättersee ist auch die Öffentlichkeit eingeladen. Eintritt frei!